First Responder – schnelle Hilfe mit Elektro Caddy bis der Rettungsdienst eintrifft

Atem- oder Herzbeschwerden, plötzlicher Schweißausbruch oder starke Brustschmerzen? Mal ehrlich – wissen Sie genau was nun zu tun ist? Wann haben Sie Ihren letzten Erste Hilfe Kurs besucht? Schnell kann aus einer alltäglichen Situation ein akuter Notfall werden, bei dem jede Minute zählt. Das Konzept des First Responder (zu Deutsch: Erst Eintreffender bzw. Erst Helfender) basiert auf der Erkenntnis, dass es auch in Gebieten mit guter Infrastruktur oftmals bis zu 10 Minuten dauert, bis der Rettungsdienst oder Notarzt am Einsatzort eintrifft. 10 Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können!

Ab dem 01.04.2017 ist die Freiwillige Feuerwehr Moorenbrunn rund um die Uhr mit dem neuen First Responder Fahrzeug für sie da. Um im Falle einer Alarmierung an den Einsatzort eilen und dem Patienten helfen. Ziel ist es, die lebensnotwendigen Funktionen wie Bewusstsein, Atmung und Kreislauf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so zu erhalten, dass keine schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden zurück bleiben. Zu den typischen .Erkrankungen, zu denen der First Responder gerufen wird, gehören unter anderem Herzinfarkt, Atemnot, Schlaganfall und Bewusstlosigkeit. Alle First Responder verfügen über eine spezielle 80-stündige Ausbildung, nehmen regelmäßig an Übungen und Fortbildungen teil und arbeiten, wie alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, ehrenamtlich.

Um den First Responder-Dienst schnellstmöglich aufnehmen zu können, haben sich 10 Helfer in den letzten Wochen in einer 10 Tage Vollzeit-Ausbildung bei einem engagierten Ausbilderteam fit für den Einsatz gemacht. Viele haben sich für die Ausbildung sogar extra Urlaub genommen. Für eine schnelle und effektive Hilfeleistung sind natürlich spezielle Gerätschaften notwendig. Dank der großzügigen Spenden einiger Firmen war es möglich, bereits im Oktober 2016 einen Elektro Golf Caddy als First Responder Fahrzeug zukaufen und in Eigenleistung zum Einsatzfahrzeug umzubauen. Das mit Blaulicht, Sondersignalen und Funk ausgestattete Fahrzeug verfügen über einen Notfallkoffer, der unter anderem Sauerstoff sowie Gerätschaften zur Intubation und Infusion enthält. Des Weiteren sind eine Kindernotfalltasche, ein Defibrillator, einem Set Halskrausen, eine Schaufeltrage und ein Tasche mit Material zur Behandlung von Brandwunden verladen. Der Diensthabende First Responder nimmt das Fahrzeug mit nach Hause und kann so, bis auf kleinere Einschränkungen, einen ganz normalen Arbeitsalltag bestreiten. Im Falle einer Alarmierung kann er deshalb – auch wegen seiner guten Ortskenntnisse – schnellstmöglich an den Einsatzort gelangen.
Bei Unglücken und Unfällen ist der First Responder außerdem verantwortlich für eine konkrete Einschätzung der Lage am Unglücksort und kann über Funk oder mit einem Mobilfunktelefon Einsatzkräfte nachfordern, so dass eine effektivere Disponierung der Hilfe möglich ist.

Wir sind sicher, dass wir mit der Einführung des First Responder-Konzeptes einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen ersten Hilfe für die Moorenbrunner Bürger leisten können.

Der First Responder Einsatz ist für den Verletzten oder Erkrankten kostenlos.

Foto Hinten FrontSeite